Dienstag, 29. September 2015

Everyday routine

Hallo zusammen,
nun haben wir  in ein paar Tagen schon Oktober und ich komme einfach nicht hinterher mit dem Schreiben. Es ist nicht etwa so, dass nichts passiert und ich nicht weiß,was genau oder wie ich es schreiben soll. Es fehlt schlicht und einfach die Zeit....was soll's ;D!
(Das nur als kleine Anmerkung)

Nun zum Update:
Nach knapp einem Monat hat mein "Andrenalinschub" nachgelassen und ich finde mich langsam, aber sicher in meine Alltagsroutine ein. D.h. ich habe kein Dauergrinsen mehr im Gesicht und ich hatte auch schon ein paar "schlechte"/problematische" Tage (z.B. aufgrund von einem sehr angstrengenden Tag, eventuell gespickt mit Fehlern meinerseits). Das gibt mir jedoch keinerlei Grund nicht jeden Tag aufs neue mit einem Lächeln auf den Lippen aufzustehen und mit erneuter Motivation und Freude an die Arbeit zu gehen!
Kurz gefasst: Auch ohne Ankunftsadrenalin fühle ich mich super wohl und habe Spaß an meinem Freiwilligendienst!

Worüber ich noch gar nicht geschrieben habe; was euch aber vermutlich sehr interessiert ist mein Wochenablauf bzw. meine Arbeit; jetzt da ich ja genau weiß, wie dieser/diese aussieht und was ich mache:

Everyday routine:

Momentan arbeite ich "nur" im zur Kirche zugehörigen Fair Shares Café.
Ich arbeite dort montags bis freitags von 9 bis 4 Uhr.

Montags ist das Café geschlossen; ich komme aber trotzdem um im Büro zu helfen. D.h. ich manage das Geld des Cafés und kontrolliere das alles stimmt. Außerdem überprüfe ich, dass alles sauber, aufgeräumt und aufgefüllt ist und trage auf meiner Checkliste ein, was eventuel nachbestellt werden muss. Wenn ein neuer Monat beginnt überprüfe ich außerdem die Informationstafeln der Kirche auf Aktualität und kontrolliere den Kalender auf baldige Geburtstage und erstelle dementsprechend Geburtstagskarten.
Montags ist also administrative Arbeit angesagt.

Dienstags bin ich im Service eingeteilt.
D.h. komme um 9 Uhr zum Aufbau und zur Vorbereitung. Das beinhaltet grob:
Wasser im Kühlschrank, in der Kaffe- und der Cappuccinomaschine und für den Wasserkocher auffüllen, Saft, Tee, Tassen, Untertassen, Löffel auffüllen, Kuchenbuffet aufbauen, Menütafeln aufstellen und beschriften (Wir haben ein reguläres Menü, welches man der Tischkarte entnehmen kann. Wir haben aber auch "Specials", die jeden Tag varrieren. Diese werden auf die Tafeln geschrieben), Reinigungstücher und Spray vorbereiten, Kasse in Betrieb setzen (Wechselgeld überprüfen), " Deko" (dazu gehört z.B. Flyers über Veranstaltungen, Fairtradekorb an der Kasse mit diversen Süßigkeiten. Wir haben auch zwei Theken voll mit Fairtrade oder "Traidcraft"- Produkten, wie es hier genannt wird, im Gartenraum. Zum Interessewecken haben wir aber auch einen kleinen Korb an der Kasse.), etc. .
Gerade dienstags braucht der Aufbau viel Zeit, weil es der erste Tag ist und alles weggeräumt ist.
D.h. auch die Tische müssen hingerichtet werden, genauer gesagt mit Tischdecken, Menükarten, Salz und Peffer und Pflanzen bestückt werden.

Dienstags arbeite ich außerdem mit Robert zusammen. Er hat so mehr oder weniger Autismus und arbeitet schon seit über 10 Jahren im Café. Das merkt man,denn er ist wirklich gut. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm und er bringt mich mit seiner Ungeduld und seinen Drang nach Regelmäißgkeit und Tradition zum Schmunzeln.
Wir sind ein sehr gutes Zweierteam.
Während wir aufbauen, bereitet Alison, Herz und Seele der Küche, schon die Küche vor.
Im Büro über dem Café sind Jan (meine Mentorin), Anne (sehr sehr sehr hilfreiche "Assistentin") und David (Stellverteter von Eddie's = Organisation der Lernbehinderten)in der Regel auch schon am Arbeiten.

D.h. also, wenn ich um 9 Uhr komme sind Alison, Jan, Anne und David schon da. Robert kommt um 9.15 Uhr (immer pünktlich natürlich :D).

Der Caféalltag beginnt für mich dann,wie auch an den anderen Tagen, mit dem Morgengebet um 10.15 Uhr, welches von einem uns Freiwilligen (damit meine ich, die Freiwilligen, welche im Café arbeiten) geleitet wird.
Um 10.30 Uhr öffnen wir dann!
Mein Tagesablauf sieht dann wie folgt aus: Leute begegrüßen, Bestellung aufnehmen, Essen bringen, quatschen,  abräumen, wischen und kassieren.
Das Café schließt dann um 15.00 Uhr und dann ist aufräumen angesagt.

Mittwochs arbeite ich in der Küche.
D.h. ich öffnen alle Schlösser, welche an den Schränken beschäftigt sind, bereite die Mülleimer vor, schalte Licht, Mikrowelle, Ventilator für den Herd und Boiler an, hole alles, was wir brauchen aus dem Kühlschrank, bereite den Salat vor, koche Suppe, mache die Bestellung fertig, wenn wir eine haben (z.B. Sanchwich, Omelettes oder Spaghetti Carbonara), backe Kuchen (alleine oder zusammen mit einem der Lernbehinderten), mache den Abwasch oder helfe beim Abtrockenen und am Ende vom Tag natürlich aufräumen, kehren und wischen.

Donnerstags bin dann wieder im Service, sowie freitags eigentlich auch.
Zurzeit werde ich aber freitags eher in der Küche gebraucht. D.h. findet man mich meistens dort. (Ich liebe es in der Küche zu sein. Wenn auch der Service ebenfalls sehr cool ist.)

Samstags und sonntags habe ich frei. Wobei sonntagsmorgens immer Gottesdienst angesagt ist. Das ist natürlich kein Zwang und ich besuche gerne den Gottesdienst.
 Es zählt also praktisch zu meiner Freizeit. Trotzdem wäre es äußert komisch, wenn ich nicht kommen würde,da es ja Teil des Gemeindelebens ist. Es ist also mehr oder weniger selbstverständlich, dass ich am Gottesdienst und damit dem Gemeindeleben teilnehme.

Soweit zu meiner Arbeitsroutine, über die es natürlich eigentlich noch viel mehr zu sagen gibt.
Aber zusammenfassend kann man sagen: Sie ist sehr viellältig.

Ganz viele britische Grüße,
Sarah

Dienstag, 8. September 2015

Unterwegs in Cambridge

Mit diesem niedlichen, stylischen Fahrrad kurve ich jeden Tag durch die Straßen Cambridges!

Letzten Samstag habe ich gemeinsam mit meiner Gastmutter eine kleine Stadttour gemacht (zu Fuß) um ein bisschen mehr über Cambridge herauszufinden und Orientierung zu gewinnen. :)
Hier ein paar Eindrücke:


King's College von zwei verschiedenen Seiten mit der beeindruckenden "King's College Chapel" (ich stelle die Übersetzung Kapelle aufgrund der Größe leicht in Frage :D).

River Cam - der Fluss Cam, auf dem man "punting" gehen kann.
Ähnlich wie in Venedig hat der Transporteur einen langen speziellgeformten paddelähnlichen Stab mit dem er das Boot steuert und antreibt. Im Gegensatz jedoch zu den schmalen ovalgeformten Böötchen in Venedig, sind die in Cambridge eher flach und breit. 
Man kann auch selbst Transporteur sein....bin gespannt es auszuprobieren!


John's College - ebenfalls mit "Kapelle" UND der Seufzerbrücke (Bridge of Seufzer), benannt nach der Sage, dass die zu Tode Verurteilten auf dem Weg zum Galgen u.a. über diese Brücke gegangen sind.



Aussicht von Great St.Mary's - der größten Kirche in Cambridge. Sie ist sowohl Stadt- als auch Universitätskirche. D.h. hier finden alle formellen und offiziellen Angelgenheiten von Staat und Uni statt, wenn notwendig.
Vom Glockenturm aus hat man einen wunderbaren Ausblick über ganz Cambridge und kann sowohl die antiken Häuser (s.Bild 1) begutachten, auf den Marktplatz (s.Bild 2) hinunterschauen, die verwinkelten Ecken Cambriges entdecken (s.Bild 3), als auch die "Old Schools" (Verwaltungsgebäude der Uni,s.Bild 4) betrachten.
Ein sehr schöner Abschluss; besonders wenn man um punkt 12 Uhr oben ist und die Glöcken läuten! (Aber aufgepasst: Nicht um 12 Uhr erst auf einer der 123 Treppenstufen sein. Dann wirds laut!)




 

Kühe in Cambridge

Cambridge scheint nicht nur den Widerspruch
 Antike/Vergangenheit (Architektur der Gebäude) und Moderne (Studentenstadt),
sondern auch den
des Stadt- und Landlebens zu vereinigen!:



Kühe mitten in der Innenstadt! XD OOOkkkaaay :D Einfach nur extrem lustig!
Wie man sieht weiden die Kühe auf einer Wiese im Park, auf welche sie von dem zuständigen Farmer jeden Tag gebracht werden. Dieser Park wird aber genauso gut von Menschen benutzt, die ein Picknick am Fluss, der durch den Park fließt, machen oder wie ich mit Fahrrad oder per Fuß über die weiße Brücke zur Arbeit/nach Hause fahren/laufen. ...Achso und um den Park, der im Übrigen nicht sooo groß ist führt eine Straße.
Man kann sich also so in etwas den Mannheimer Luisenpark mit Kühen vorstellen. :D
I like! ;D

Donnerstag, 3. September 2015

Ein neuer Lebensabschnitt

Eine kleine Anekdote, die mich an meinem Abreise/Ankunftstag sehr berührt hat:

Ich nehme mir immer gerne Kaugummi beim Fliegen mit, um durch das Kauen beim Starten und Landen des Flugzeugs besser/automatisch Druck ausgleichen zu können.
Lustigerweise hatte ich dieses Mal eine Kaugummimarke dabei, welche Wahrheit oder Plicht auf jeder Papierverpackung eines einzelnen Kaugummis hat.
Als die Landung nicht mehr weit war, packte ich also mein zweites Kaugummi aus und las die Frage auf der Verpackung:


Wahrheit: Welche Tür hast du zuletzt geöffnet, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt?

Nun, dachte ich, nüchtern gesehen, war das die Toilettentür am Flughafen, auf einer philosophischen Ebene jedoch, ist es die Tür zu meinem Auslandsjahr, zu meinem Freiwilligendienst, zu meinem neuen Lebensabschnitt!
Und DAS, das fand ich sehr passend! :D

Finally arrived in Cambridge!

Dienstag, 1.September 2015

6.30 Aufstehen (nach ca. 5-6 Stunden Schlaf :D) um zu Duschen, Koffer zu checken und zu schließen und Tee zu trinken
7.45 Abfahrt in Richtung Patentante
8.50 Ankunft bei meiner Patentante zum Frühstück
Gegen 10.30 Abfahrt zum Flughafen Karlsruhe Baden-Baden
11 Uhr Ankunft am Flughafen
13.05 Uhr pünktlicher Abflug nach London-Stansted !!! Yeah!

Das sind mal die groben Fakten meiner Abreise in Deutschland. :D
Was ich natürlich auch erwähnen sollte, ist, dass ich durchgänig emotionale Schwankungen hattet, von Vorfreude, über Müdigkeit, Aufregung und Wehmut/Abschiedsschmerz war alles mit dabei. War ich beim Abschied von meinen Eltern und meiner Patentante an der Sicherheitskontrolle noch am Weinen, so saß ich keine halbe Stunde voller Vorfreude lächelnd im Flugzeug.
Außerdem war es mit dem Abheben vom Boden ein gutes Gefühl, loszulassen und auch Stress oder Dinge, die mich vielleicht belastet haben, egal, ob in den letzten Monaten oder kurz vorher am Flughafen (lange Schlangen bei Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle, sodass ich keine Pause hatte am Flughafen, sondern geradewegs durch musste, damit ich meinen Flug auch bekomme;OBWOHL ich 2 Stunden vorher da war) hinter mir zu lassen.

Cambridge I am coming!!!

Ich war schon sehr aufgregt, muss ich zugeben. Denn schließlich wusste ich nicht, wie gut ich mich alleine, an einem fremden Flughafen, in einem fremden Land,mit fremden Menschen zurecht finden würde. Sorgen habe ich mir keine gemacht; und dazu gab es auch keinerlei Grund.
Der Pilot hatte zwar anscheinend noch einen dringend Termin, sodass wir ca. eine halbe Stunde früher als geplant am Flughafen ankamen (wir durften nicht aus dem Flugzeug aussteigen, weil das überraschte Bodenpersonal noch nicht zur Stelle war) und ich auf meine Mentorin und Chefin, welche mich abgeholt hat, warten musste, jedoch war alles prima ausgeschildert am Flughafen und die Menschen waren auch super nett, sodass  alles glatt gelaufen ist.

Ich bin nun seit knapp drei Tagen in Cambridge und fühle mich sehr wohl!
Dazu mehr, wenn ich mich mehr eingefunden und Zeit habe. :)