An meinem zweiten Wochenende nach meiner in Ankunft in Großbritannien fand der jährliche "Away Day"(="Auswärtstag") der Emmanuelgemeinde statt. Das ist im Prinzip nichts anderes als ein gemeinsamer Ausflugstag.
Alle Mitglieder der Gemeinde, die an dem Ausflug teilnehmen möchten, müssen sich vorab in eine Liste eintragen. (Nur eine begrenzte Anzahl kann teilnehmen. Wobei die Liste dieses Jahr nicht voll wurde.) So können Fahrgemeinschaften, Gruppengrößen (für die einzelnen Workshops) und Essensmengen organisiert werden.
Jan, meine Supervisorin, hatte mich für dieses Jahr jedenfalls schon eingetragen. :D Nicht, dass ich das nicht gewollt hätte. Aber es war trotzdem lustig meinen Namen schon eingetragen zu sehen.
Mehr oder weniger, war dieser Ausflugstag auch Teil meiner Arbeit, da es zu den Projekten außerhalb des Cafés zählt, die zu dem "Ministry and Mission Programme" (M&MP), also der Gemeindearbeit und damit auch zu meiner Arbeit zählen.
Wie auch immer, ich habe den Ausflugstag sehr genossen und ihn eigentlich überhaupt nicht als "Arbeitstag" wahrgenommen. Denn meine Arbeit hat sich nur darin ausgedrückt, dass Jan mich frühzeitig abgeholt hat, sodass wir Stühle und natürlich Kaffee- und Teeempfang aufbauen konnten und dass ich danach selbstverständlich Jan auch wieder geholen habe, alles abzubauen und sauber zu machen. Das war aber echt nicht viel Arbeit, besonders weil alle so hilfsbereit sind und es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls mitzuhelfen, wo sie können!
Für den Ausflug haben eine kleine, aber feine ehemalige Kapelle, die nun eher als Multifunktionshaus, aber ich glaube auch als Kapelle, dient, gemietet. Sie liegt am Rande eines kleinen schnieken Dorfes außerhalb von Cambridge und es ist angenehm ruhig dort und mit Natur umgeben.
Wir starteten in den Tag mit einer kleinen Andacht, gehalten von Liz Caswell (Elizabeth Caswell), welche einfach einen wunderbaren Humor hat. Die Lieder wurden von einer kleinen improvisierten Band begleitet: Penny am Klavier, David mit der Querflöte, Neil mit der Trompete, Rebekah mit der Geige und ich ganz spontan mit meiner Sopranflöte. Diese hatte ich zwar geplant mitzubringen. Die Noten habe ich aber erst an dem Morgen gesehen. Zugegeben es war nicht schwer, aber in einer noch fremden Umgebung kann ich erstmals zurückhaltend sein. Nicht aber an dem Tag, wie eigentlich generell in meiner Ankunftszeit. Das mag am "Ankunftsadrenalin" liegen, aber ich war und bin trotzdem noch stolz auf mich, dass ich einfach drauf losgelegt habe und aus meiner "Komfortzone" gekommen bin.
Für den Vormittag und Nachmittag waren dann jeweils unterschiedliche Workshops geplant, zu denen man sich vorher hatte eintragen können. Das allgemeine Thema war "Creation" zu dem es dann verschiedene Unterthemen gab wie z.B. Creation of sound, word, food etc. . So bereitete der Workshop "Creation of Food" das Mittagessen vor während ich in meiner Gruppe (Creation of Nature) auf Natursuche ginge. Unsere Aufgabe war es nach abgefallenen Blättern, Blüten, Steinen, etc. Ausschau zu halten; eben nach allem, was wir in der Natur finden und diese zu sammeln um daraus ein Kunstwerk zu gestalten. Man konnte dabei seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen!
Hier unsere Ergebnisse:
Rebekahs Kunstwerk
Catherines Kunstwerk
Es war eine coole Aktion, da man sonst nie auf den Gedanken kümmern würde etwas ähnliches alleine zu machen und man sich bewusst dafür Zeit genommen hat und die Natur anders wahrgenommen hat.
Nach dem leckeren Mittagessen ging es für mich dann mit "Creation of sound" weiter. Hier haben wir ersteinmal bewusst auf die Geräusche und Laute um uns herum gehört und sind dann übergegangen Geräusche mit Gegenständen zu erzeugen und spezielle Geräusche nachzuahmen. Außerdem gab es auch ein Hörratespiel, bei dem wir eine Tonaufnahme angehört haben und danach wiedergeben sollten, was wir gehört haben und den Ort bestimmen sollten. War sehr interessant zu erfahren, wie schwierig es sein kann ohne all die anderen Sinne!
Abschließend gab es dann natürlich noch eine Runde Tee und Kaffee mit frischgebackenen Muffins vom Nachmittagsworkshop "Creation of Food". Seeeehr lecker!
Den endültigen Schluss bildete dann erneut eine kleine Andacht.
Es war ein sehr gelunger Tag und wir waren sehr froh, dass wir trotz des schlechten Wetterberichts sehr gutes Wetter hatten. Es war eine schöne Erfahrung, Dinge so bewusst wahrzunehmen und es war eine prima Gelegenheit nette Gespräche zu führen und die Menschen dadurch besser kennenzulernen!
Prima Erinnerung!
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